Chorfahrt
in die Pfalz nach Bad Dürkheim, Wissembourg und Bad Bergzabern In der katholischen Ludwigskirche hatte Kantor Michael Orth - im Hauptberuf
Zahnarzt - vor Ort alles gemanagt. Eine große Zahl von Zuhörerinnen
und Zuhörern fand den Weg in die Ludwigskirche in Bad Dürkheim
und lauschte dem sehr vielfältigen und aufeinander abgestimmten Chor-
und Orgelprogramm. Das Gloria aus der Psalmenmesse von Traugott Fünfgeld schloss sich an. Regine Fischer, Pianistin und Chorsängerin, hatte den Klavierpart im rhythmisch vertrackten Stück übernommen, Thomas Kalmbach, Klarinette, ergänzte den Satz mit häufig fanfarenartigen Einwürfen und Nebenmelodien. Annika Dautel hatte neben dem Dirigat auch noch die Sologesangsstimme übernommen, eine Herausforderung, die sie mit Bravour meisterte. Denn leider konnte KMD Eva-Magdalena Ammer aus gesundheitlichen Gründen nicht mitgehen. Dass Franz Schubert den 23. Psalm für Chor und Klavier vertont hat, ist den wenigsten bekannt. Eine diffizile Harmonik, sängerische Extremlagen und unzählige dynamische Nuancen forderten den Chor bis aufs Äußerste. Die etwa 45 mitgereisten Sängerinnen und Sänger meisterten sämtliche musikalischen Klippen souverän. Du meine Seele singe - Chante mon âme, chante war das Programm überschrieben. Bernd Stegmann hat eines von Mendelssohns Lieder ohne Worte zu einem Lied mit Worten - Du meine Seele singe -umgearbeitet. Natürlich durfte auch der traditionelle Choralsatz von Georg Ebeling - gesungen auf Deutsch und Französisch und mit Sopran-Überstimme garniert - nicht fehlen. Dass die Nagolder Kantorei ihrer Zeit manchmal voraus ist, zeigte sich bei zwei der folgenden Lieder, die vermutlich im kommenden neuen Gesangbuch enthalten sein werden: Die Sonne sinkt ins Meer (aus Island), Abend ward, bald kommt die Nacht und der Kanon O Herr, mein Gott. Komm Trost der Welt von Christian Lahusen, mit einem Text von Joseph von Eichendorff, schloss das Programm fast schon ab. Das große Finale war ein modernes Laudate, Dominum von Christopher Tambling, ein beeindruckendes Werk für Chor und Orgel. Das zahlreich erschienene Publikum, sowohl in Bad Dürkheim als auch in der Eglise Saint-Jean in Wissembourg, bedankte sich bei der Kantorei mit wahren Beifallsstürmen am Ende beider Konzerte. Traditionell umrahmt die Kantorei am letzten Reisetag immer einen Gottesdienst.
Kantor Wolfgang Heimann hatte die Sängerinnen und Sänger in
die Marktkirche in Bad Bergzabern Einen großen Anteil am Erfolg hatte der Reiseorganist Julian Heinz, der zusätzlich zum abgeschlossenen Kirchenmusikstudium auch noch einen Master im Orgelspiel und in Orgel-Improvisation hat. Ab Oktober wird er ein Jahr lang kirchenmusikalischer Assistent in Nagold werden. Vorstellbar sind die Chorreisen nicht ohne Busfahrer Markus Behr, der
seit über dreißig Jahren die Sommertouren der Kantorei übernimmt
und sein Gefährt immer wieder millimetergenau auch durch engste Gassen
manövriert.
Bilder von der Chorreise 2026 finden
sich hier
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